Die private Krankenkasse bzw. private Krankenversicherung (PKV) ist in Deutschland im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse bzw. gesetzlichen Krankenversicherung, eine Absicherung bei einem privatrechtlich organisierten und teilweise mit Gewinnerzielungsabsicht operierenden Versicherungsgesellschaft gegen medizinischen Kosten, die aus Erkrankungen oder Unfällen herrühren oder durch vorbeugende bzw. diagnostische Gesundheitsmaßnahmen entstehen.
Die Begriffe private Krankenversicherung bzw. private Krankenkasse stehen für die Gesamtheit der Versicherungsgesellschaften, die eine Versicherung dieser Art anbieten. Laut Statistik hat ca. 11 Prozent der Bevölkerung eine private Krankenversicherung abgeschlossen.
Die private Krankenversicherung kann, je nach dem Unfang, in verschiedenen Versicherungsarten eingeteilt werden. Hierbei handelt es sich um folgende:
- private Krankenvollversicherung – Absicherung der gesamten Krankheitskosten.
- private Krankenteilversicherung – Absicherung eines Anteils der Krankheitskosten,
- private Krankenzusatzversicherung – Absicherung zusätzlicher Risiken zur gesetzlichen Krankenversicherung,
Um einer privaten Krankenkasse beitreten zu können, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Die private Krankenkasse steht also nicht für alle Personen bzw. Personengruppen jederzeit offen. Zu den Personengruppen, die jederzeit zu einer privaten Krankenkasse wechseln können, gehören grundsätzlich folgende:
- Studenten,
- Beamte,
- Selbstständige und Freiberufler,
- Angestellte und Arbeitnehmer, die über der Pflichtversicherungsgrenze liegen.
Als Angestellter bzw. Arbeitnehmer dürfen Sie zu einer privaten Krankenkasse wechseln, sofern Ihr jährliches Bruttoeinkommen 3 Jahre in Folge über der Pflichtversichersicherungsgrenze von 49.950 Euro liegt. (dies entspricht 4.162,50 Euro im Monat)
Die gesetzliche Krankenkassen messen die Höhe der zu zahlenden Versicherungsprämien anhand der Einkommenshöhe des Versicherungsnehmers. Bei der privaten Krankenkasse spielt die Höhe des Einkommens bei der Beitragsbemessung überhaupt keine Rolle. Die Höhe der Versicherungsprämien wird bei der privaten Krankenkasse aber von u.a. folgenden Faktoren direkt beeinflusst:
- Alter,
- Geschlecht,
- Berufsgruppe,
- Vorerkrankungen,
- Gesundheitszustand,
- abgesicherte Leistungen,
Die Versicherungsprämien fallen bei der privaten Krankenkasse, dank den umfangreicheren Leistungen, wesentlich höher aus als bei der gesetzlichen. Dem Versicherungsnehmer stehen aber mehrere Möglichkeiten darauf zur Verfügung, an den Versicherungsprämien zu sparen. So kann bei Bedarf beispielsweise eine gewisse Selbstbeteiligung vereinbart werden. In diesem Fall muss der Versicherte für medizinische Kosten bis auf die Höhe der Selbstbeteiligung selbst aufkommen, er muss aber auch wesentlich niedrigere Prämien zahlen.
Die private Krankenkasse belohnt aber seine Mitglieder, wenn diese über einen bestimmten Zeitraum gesund bleiben. Sollte man Versicherungsnehmer bei einer privaten Krankenkasse sein und über einen bestimmten Zeitraum überhaupt keine Leistungen in Anspruch nehmen, dann kann mit Beitragsrückerstattungen von bis auf 6 Monatsprämien gerechnet werden.
Sollten Sie sich für den Wechsel in die private Krankenkasse entscheiden, dann können wir Ihnen gerne einen kostenlosen sowie unverbindlichen Versicherungsvergleich empfehlen. Ein Vergleich der Angebote ist vor der Antragstellung sehr wichtig, da die Angebote im Internet so im Preis als auch im Umfang sehr unterschiedlich ausfallen können. Führen Sie vor der Antragstellung immer erst einen kostenlosen sowie unverbindlichen Versicherungsvergleich durch und Sie werden nur mit den besten Angeboten auf dem Markt rechnen müssen.